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Geschichte der spanischen Literatur

Spanische Literatur: Das Buch der guten Liebe

Juan Ruiz, Erzpriester von Hita: Das Buch der guten Liebe

Im 14. Jahrhundert trat ein mysteriöser Autor namens Juan Ruiz, Erzpriester von Hita oder Fita, in Erscheinung. Über ihn selbst weiß man nur das, was vereinzelte Daten in seinem einzigen Buch El Libro de Buen Amor ("Das Buch der guten Liebe") über ihn aussagen.

Es wird generell angenommen, dass er das Buch im Gefängnis geschrieben hat oder zumindest eine seiner Versionen davon (laut einigen Nachforschungen werden zwei Erscheinungstermine in Erwägung gezogen, einer in 1330 und der andere in 1343). Aufschluss darüber geben die konstanten Anspielungen Gott gegenüber, ihn aus dem Gefängnis zu befreien. Verhaftet wurde er wahrscheinlich von Gil Albornoz, dem Erzbischof von Toledo, einer der Erzbischöfe, der sich den Päpsten von Avignon hingab.

Ruiz kann als der wahre Schöpfer zeitgenössischer Lyrik bezeichnet werden. Vorherige Literatur war von externen Einflüssen geprägt. Ruiz nimmt davon Abstand und füllt seine Dichtung mit Schwärmerei und lehnt somit das vorherrschende epische Genre ab. Er war außerdem einer der ersten der satirischen Humor in seinen Werken einführte. Er verspottete die religiösen Bräuche seiner Zeit und die Verbote der Konzile, die Geistliche vor dem Kontakt zu Frauen bewahren sollten.

Wie zu dieser Zeit üblich, führt er in seinen Büchern eine breite Vielfalt von "ensiemplos" (lustige Kommentare) auf, in denen er moralische Sitten kritisierte. Er schreibt mit viel Ironie über die profane Liebe und macht damit sein Buch zu einem der unterhaltsamsten des Mittelalters. Dieses Buch hat seinen Titel aber nicht vom Autor selbst erhalten, sondern von Ramón Menéndez Pidal, der ihn aus einer Textpassage übernahm.

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