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Geschichte der lateinamerikanischen Literatur

Lateinamerikanische Literatur: Die Entdeckung Amerikas

Die Entdeckung Amerikas

Mit der Ankunft der Spanier in Amerika entstand ein Konflikt zwischen zwei Kulturen, der zu einem 16. Jahrhundert voller Gewalt führte. Es war ein Zeitalter der Vorherrschaft über indianische Kulturen> und Ansiedlung von spanischen Kolonien.

In diesem Zeitalter überwigen in Amerika Texte wie Tagebücher, Briefe und Chroniken, die spürbaren Einfluss auf die Geschichte der lateinamerikansichen Literatur haben würden. Mittels dieser Texte versuchte man detalliert über das gegewärtige Geschehen zu erzählen, wenn auch nicht immer ganz objektiv.

Man kann sagen, dass der erste, der diese Art der Erzählliteratur in Amerika einführte, Christoph Kolumbus mit seinen Schiffstagebüchern war. Als guter Seemann, zeichnete er jeden Schritt seiner Reise im Detail auf: Die Aufstände der Matrosen, der Mangel an Lebensmittel und Wasser während der Reise, seine ersten Begegnungen mit den Eingeborenen... was uns Kolumbus mit besonderer Leidenschaft schildert ist jedoch seine Vision der Neuen Welt. Tiere und Pflanzen, die den Europäern bis dahin unbekannt waren, faszinierten den Admiral und durch seine Beschreibungen faszinierten sie auch den Leser.

An dieser Stelle sind die Cartas de Relación de la Conquista de Méjico von Hernán Cortés besonders hervozuheben. Er war Student an der Universität in Salamanca und auch wenn er sein Studium nicht abschloss, erwarb er dort die notwendigen Fähigkeiten um literarische Texte zu verfassen. Seine Briefe sind literarisch sehr wertvoll und gehören zu den ersten Berichten über die Eroberung des Aztekischen Reiches.

Über diese Eroberung gibt es auch einen ausgezeichneten Augenzeugenbericht der Ereignisse durch einen Soldaten: La Historia de la Conquista de Nueva España ("Die Geschichte der Eroberung von Neuspanien") von Bernal Díaz del Castillo. Möglicherweise ist er der neutralste Bericht von allen, die von den Spaniern geschrieben wurden. Díaz del Castillo widmete sein Leben der Fertigstellung dieses Werks.

Dieser blutige Kampf führte aber auch dazu, dass Stimmen gegen die Gräueltaten der Spanier, die die Ausbeutung und Unterwerfung der einheimischen Indianervölker zum Ziel hatten, laut wurden. Fray Bartolomé de las Casas zum Beispiel widmete sich in seinem Werk Historia de la destrucción de las Indias der Kritisierung und Verurteilung dieser Geschehnisse. Durch sein Amt als Prokurist und als Verteidiger der Rechte aller Indios sprach er sogar bei Kaiser Carlos I. vor. 1542 gelang es ihm, dass Gesetze erlassen wurden, die alle Indianer von den spanischen Siedlern befreiten und sie dem direkten Schutz der Krone unterstellten.

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