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Geschichte der spanischen Literatur

Spanische Literatur: Theater im Goldenen Zeitalter

Theater im Goldenen Zeitalter

Das Goldene Zeitalter führte zu einer Entwicklung in allen Bereichen des Theaters, sowohl bezüglich der Struktur, als auch der Sprache. Das Theater wurde zur beliebtesten Unterhaltung der Leute und in den wichtigsten Städten wurden die sogenannten "corrales" (Theatereinrichtungen im Freien) errichtet. Diese antiken Theater riefen eine regelrechte Bühnenrevolution hervor. Es werden grundsätzliche Eigenschaften überdacht, wie die Einhaltung der Regel der drei Einheiten:

Man sagt Komödie, was Theaterstück entspricht, auch wenn die Handlung nicht immer komisch ist, denn eine ihrer Eigenschaften ist die thematische Vielfalt. Ihre Themen handeln über die Geschichte, die mittelalterliche Epik, über unterschiedliche Traditionen und religiöse Kulturen, v.a. über die Mysterienspiele. Es kommen aktuelle Themen aus dem Alltag mit gesellschaftlichen Inhalten vor.

Die Struktur der Bühnenwerke besteht aus drei Akten:

Der erste Akt beginnt oft "in media res", d.h. mitten in der Handlung. Ein Mittel, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers von Anfang an zu ergreifen.

Die vorherrschende Form ist der Vers. In einem Theaterstück existiert normalerweise die Polymetrie. Man setzt unterschiedliche Versmaße ein, je nachdem welche Themen in der Handlung vorkommen. Auf diese Weise wird die poetische Schönheit der Sprache und die Wirksamkeit der Dramatik miteinander verbunden.

Im klassischen Theater wurden Tragödie und Komödie voneinander getrennt: in einer Tragödie handelte es sich um Helde und Götter, während es sich in einer Komödie um die Themen des Volkes handelte. Im Goldenen Zeitalter, spielen sich beide, Tragödie und Komödie, in derselben Handlung ab. Der Held hat immer eine lustige Seite, die ihm Menschlichkeit verleiht, auch wenn in einer gleichen Person beide Charakterzüge (Komik und Tragik) gemischt werden.

Die Figur des Königs ist besonders wichtig. Es war ein wichtiges Propagandamittel der Habsburger, die die Autoren finanziell begünstigten. Die Figur des Königs wurde zu einem von Gott erwählten Staatsoberhaupt, der Gerechtigkeit verleiht und über der menschlichen Gerechtigkeit steht ("El mejor alcalde el rey", d.h. "Der beste Bürgermeister, der König.") An diesem Beispiel sieht man, wie die königliche Macht den Adel verdrängt hat. Im Barock gewinnt die Monarchie die gesamte Oberhand.

Eines der wichtigsten Themen des Theaters von Lope de Vega und anderen Autoren ist das Ansehen, was in direktem Zusammenhang mit der Ehre steht. Die Ehre bezieht sich auf den sozialen Status der Figuren einer Handlung, während die Ehre an sich jedem Menschen aufgrund seiner Existenz gleich gebührt, unabhängig von seiner sozialen Herkunft. Bei der Ehre kommt die Tugend und die menschliche Würde ins Spiel, bei der die Herkunftsreinheit eine Rolle spielt.

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