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Geschichte von Madrid


Bourbon Madrid

17. Jahrhundert: Puerta del Sol-Alcalá-Fuencarral-San Bernardo-Conde Duque-Puente de Toledo. Vom späten 17. Jahrhundert bis um 1735 glitt der Spanische Imperial/Renaissance Stil in eine dekadente Periode ab, die von Architekten wie Churriguera, Ribera, Moradillo and anderen geprägt wurde. Unsere erste Bourbon Reiseroute ist eine Einführung in die Madrider Barock Architektur, für die die besten Beispiele folgende sind: Die Kirche San José in der Calle de Alcalá, das Portal des Hospicio in der Calle de Fuencarral, die Kirche von Montserrat in der Calle de San Bernado, das Portal der Conde Duque Baracken und eine berühmte Brücke, die Puerta de Toledo, die über den Manzanares geht. Alle Bauwerke wurde von Ribera errichtet und einige wurden ausserdem von Moradillo beendet.

Sol-Alcalá. Diese Tour beinhaltet alle neoklassischen Monumente, die während der Regierungszeit von Carlos dem Dritten von Architekten wie Sabatini, Villanueva und Ventura Rodríguez erbaut wurden. Das Gebäude in der Puerta del Sol, das allgemein als Gobernación (Innenministerium) bekannt ist, ist ein Beispiel für diesen besonderen Stil und wurde ursprünglich als Zentralpost errichtet. Der Turm mit seiner berühmten Uhr, ein beliebtes Wahrzeichen der Einwohner Madrids (so wie Big Ben für die Londoner) wurde im 19. Jahrhundert hinzugefügt. Das imposante Gebäude an der linken Seite der Calle Alcalá war einst das royale Kulturhaus und beheimatet jetzt Büros des Finanzministeriums. Das nächste Gebäude auf dieser Strasse ist die königliche Akademie von San Fernando und ein paar Meter dahinter liegt die Kirche von Calatravas. Weiter unten an der Calle de Alcalá gelangt der Besucher an den Springbrunnen von Cibeles, der Göttin der Fruchtbarkeit. Die Skulpturengruppe von Michel ist eines der beliebtesten Postkartenmotive Madrids. Ausserdem gibt es noch die Puerta de Alcalá, ein monumentales Tor, das von den Architekten Sabatini und Michel 1778 zu Ehren von Carlos dem Dritten gebaut wurde.

Sol-Prado-Jardín Botánico-Retiro. Ein bisschen weiter auf dem Paseo del Prado gibt es zwei wundervolle Springbrunnen, die "4 Jahreszeiten" und "Neptun" heissen. Das Prado Museum liegt etwas weiter auf der linken Seite. Das neoklassiche Gebäude wurde von Juan de Villanueva während der Regierungszeit von König Carlos dem Dritten erbaut und sollte eigentlich als naturwisschenschaftliches Museum dienen. Nach seiner Fertigstellung unter Ferdinando dem VII wurde es aber als Bildergallerie benutzt. Es gibt dort eine Statue von Goya (Benlliure) gegenüber der Nordfront, die aus 2 weitläufigen Treppen besteht, die von einer allegorischen Gruppenskulptur von Suñol gekrönt werden. Die Fassade, die zum Paseo del Prado hin liegt, hat einen zentralen Eingang mit 14 Bögen, die mit verschiedenen Statuen und Medallions geschmückt sind. In den vorderen Gärten befindet sich auch eine Statue von Velázquez (Marinas). An der Südfront steht eine Statue von Murillo, direkt gegenüber von dem eleganten Eingang, der in den botanischen Garten führt.

Eine Treppe führt vom Prado Museum zum Retiro Park, der sich hinter der Kirche Los Jerónimos Reales befindet. Dieses Kloster aus dem 15. Jahrhundert wurde während des 19. Jahrunderts wiederaufgebaut und renoviert. Im gothischen Kirchenschiff wurder der spanische Thronfolger traditionell zum Prinzen von Asturias gekröhnt. Das Casón del Buen Retiro und das Kriegsmuseum, beides Fragmente des alten Buen Retiro Palastes, liegen nur ein paar Meter entfernt. Neben diesen Gebäuden steht die königliche Akademie der spanischen Sprache. Im Retiro Park flankieren imposante und neoklassische Statuen von früheren Königinnen und Königen Spaniens die Wege. Die Madrider Sternwarte, die 1790 von Juan Villanueva erbaut wurde, liegt auf dem San Blas Hügel im Park selbst.

Sol-Plaza de Oriente-San Francisco-Princesa. Der königliche Palast ist unumstritten das beste Beispiel von neoklassischer Architektur, das es in Madrid gibt. Die Aussenfassade ist in einem italienischen Stil gehalten, während die Innenräume sehr Französisch anmuten. Der Palast wurde auf den Resten eines alten Gebäudes, das "Alcázar der Österreicher" hiess und während eines Feuers im Jahre 1734 zerstört wurde, errichtet. Die Grundrisse wurden von Sachetti entworfen und zusätzlich trug Ventura Rodríguez noch einen grossen Teil zur Fertigstellung des Bauwerks bei. Das Gebäude besteht aus Guadarrama Granit und Colemenarsteinen. Am ersten Dezember 1764, 30 Jahre nach dem Feuer, bezog der König Carlos zum ersten Mal einen Teil des Palastes. Der Palast gilt heute als einer der Schönsten in Europa. Besucher muessen sich unbedingt folgende Dinge ansehen:

Ausserdem ist die königliche Apotheke auch sehr interessant, da sie im Originalzustand erhalten wurde. Der Besucher sollte zudem im Kutschenmuseum, in den Räumen der Königin María Cristina und in der Ausstellung der gothischen Tapeten vorbeischauen.
Die Kathedrale La Almudena wurde zur linken Seite des Palastes gebaut und hat auch eine neoklassistische Fassade. Wenn man der Calle de Bailén weiter folgt, über das Viaduct, wo man einen wundervollen Blick über das alte Madrid hat, kommt man zur Kirche San Francisco el Grande. Das Innere der Kirche, das eine Kuppel von etwa 105 m hat, wurde geschmückt von Goya, seinem Schwager Bayeu, Maelle und anderen Malern des 18. Jahrhunderts. Für einige Jahre diente die Kirche als Ruhmeshalle. In der Calle de Princesa, die im weiteren Verlauf der Calle de Bailén hinter dem Plaza de España liegt, liegen zwei der besten Gebäude, die Ventura Rodríguez je entworfen hat: Der Liria Palast, der als eine Residenz für den Herzog von Alba 1770 gebaut wurde, sowie die Pfarrkirche von San Marcos, die an der Calle de San Leonardo liegt.

Das Madrid der Romantiker

19. Jahrhundert. Puerta del Sol-Plaza de Isabel II-Plaza de la Marina Española-Puerta de Toledo. Die sogenannte romantische oder isabellinische Architektur Madrids gehört zur ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts - oder besser gesagt zu den 30 Jahren, die die beiden als "Carlist" bekannten Bürgerkriege trennten. Weder die öffentlichen Gebäude noch der Palast aus dieser Zeit gehören zu einem bestimmten Stil. Alle Bauwerke dieser Periode sind überwiegend von anderen Stilen beeinflusst. Die Romantikära Madrids drückt sich besser in Möbeln, Dekoration, Handarbeit, Literatur, Gemälden und Drama aus. Eines der schönsten Gebäude, das im frühen 19. Jahrhundert errichtet wurde, ist das Teatro Real (königliches Theater) auf dem Plaza de Oriente. Es wurde bis zum Feiertag der heiligen Elisabeth im Jahre 1850 fertiggestellt und auf Anordnung von Naváez am gleichen Tag eröffnet. Alle grossen Opernsänger aus dieser Zeit, von Adlina Patti bis hin zu Gayarre, traten in diesem Theater auf. Der alte Senat und das Monument von Cánovas, der die Bourbonische Dynastie auf den spanischen Thron zurückführte, liegen alle am benachbarten Platz, dem Plaza de la Marina Española. Die Puerta de Toledo, die sich in der Mitte des gleichnamigen Platzes befindet, wurde für den König Ferdinando CII errichtet und ist ein weiteres Beispiel für Bauwerke dieser Zeit.
Puerta del Sol-Carrera de San Jerónimo-Felipe IV-Plaza de la Lealtad-Cibeles-Recoletos. Ein weiteres schönes Isabellinisches Gebäude ist der Palacio del Congreso. Wenn man den Paseo del Prado entlanggeht, erreicht man irgendwann die Calle de Felipe IV, wo sich die königliche Akademie der spanischen Sprache befindet. Direkt neben dem Paseo del Prado, auf der linken Seite des Plaza de la Lealtad, steht ein Denkmal für die Helden des 2. Mais, die Anführer des Aufstandes gegen Bonaparte. Dahinter liegt die Bolsa (Börse), die im Stil eines griechischen Tempels Ende des letzten Jahrhunderts gebaut wurde. Das imposante Gebäude an der linken Ecke des Paseo gegenüber des Cibeles Springbrunnens ist die Bank Spaniens. An der rechten Seite des Paseos befinden sich die Hauptsitze der Marine und der Post. Die Banco Hipotecario auf dem Paseo de Recoletos war einst die Villa des Marquis von Salamanca, der diesen Stadtteil gegründet und ihm seinen Namen gegeben hat. Die Tour endet mit dem wichtigsten Bauwerk, das in der Zeit von Königin Isabella II gebaut wurde, dem Palast der Bibliotecas und Museos, der 1892 eröffnet wurde, um die Vierhundertjahrsfeier der Entdeckung Amerikas zu zelebrieren. Es ist bis heute eines der prächtigsten Bauwerke Madrids und beheimatet das archälogische Museum, die Nationalbibliothek sowie Kunstgallerien.

Gegenwärtiges Madrid

Atocha-Prado-Alcalá-Gran Vía-Plaza de España-Moncloa-Ciudad Universitaria-Paseo de la Castellana, Madrid hat sich unzählige Male verändert in den letzten 50 Jahren - nicht nur durch den Ausbau seiner Gebäude, sondern auch in seinem Lebensstil. Vor den goldenen Zwanziger Jahren war Madrid eine kastillianische Stadt auf Grund des Aussehens und der Traditionen. Aber nach dem 1. Weltkrieg (1914-18) wurde die Architektur luxuriöser. Während der letzten Jahre litt Madrid an einer immer grösser werdenden Krise. Einige Gebäude die hier erwähnenswert sind: das alte Agrarministerium in Atoche, die Banco Central Hispanoamericano und der Club der feinen Künste (Bellas Artes) in der Calle Alcalá, die Telefonzentrale und das Carrión Gebäude auf der Gran Vía, der Torres de Jerez auf dem Plaza de Colón, die zwei Wolkenkratzer auf dem Plaza de España, die im Neo-Herrera Stil gehaltenen Headoffices und der monumentale Triumphbogen auf dem Plaza de la Monclao, von dem Landschaft der Casa de Campo bewundert werden kann. Der Plaza Picasso auf der Casteliana sowie die Vaguada sind zwei interessante Beispiele der gegenwärtigen Architektur