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Von mittelalterlichen Madrid zum Madrid der Österreicher


Wir beginnen unsere Tour am Plaza Mayor, der seinen Namen Anfang des 16. Jahrhunderts bekommen hat. Juan de Herrera wurde beauftragt, den alten Platz Arrabel umzugestalten, aber mit der Konstruktion wurde erst 1617 angefangen, als der König Felipe III dem Architekten Juan Gómez den Auftrag dazu gab.

Nach seiner Eröffnung im Jahre 1620 wurde dieser grosse, gepflasterte, rechteckige Platz 1853 von Juan de Villanueva umgestaltet. Bis ins letzte Jahrhundert hinein wurde der Plaza Mayor durch die Woche als Marktplatz genutzt und war Schauplatz von Stierkämpfen, Gerichtsverhandlungen während der Inquisation, religiösen Prozessionen, öffentlichen Hinrichtungen und Tanz- sowie Theateraufführungen. Unter den Arkaden findet man eine Anzahl von Läden, die Stoffe, handgemachten Schmuck und Souvenirs verkaufen sowie Cafés, Tavernen und Bäckereien. Sonntag morgens findet dort ausserdem ein Briefmarkenmarkt statt und während der Adventszeit wird in vielen Geschäften Weihnachtsdekoration angeboten.


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Das auffallendste Gebäude auf dem Plaza Mayor ist die Casa de la Casa de la Panadería (2) (Bäckerei) mit ihrer farbenfrohen, mit Fresken verzierten Fassade. Auf der anderen Seite des Platzes liegt die Casa de la Carnicería(3); in dieser alten Schlachterei befinden sich jetzt öffentliche Büros. Im Zentrum des Platzes steht die Reiterstatue von Felipe III, die der Italiener Juan de Bolonia seineizeit entworfen hat. Wenn man durch den östlichen Ausgang des Plaza Mayor hinaus auf den Plaza de la Provincia geht, erreicht man den Palacio de Santa Cruz(4), die momentane Heimat des Ministerio de Asuntos Exteriores (Aussenministerium), ein wundervolles Bauwerk, das als Gerichtsgebäude zwischen 1629 und 1643 von Juan Gómez de Mora errichtet wurde.

Wieder am Plaza Mayor sollte man den Platz diagonal überqueren und die Calle Ciudad Rodrigo zum Mercado de San Miguel(5) nehmen. Auf diesem Platz befindet sich ein Markt, der Mercado de San Miguel, dessen Dach voller Luftschlitze ist. Wenn man weitergeht zur Calle Mayo kommt man schnell an den Plaza de la Villa(6). Hier steht die Casa de la Villa, die von Juan Gómez de Mora im Jahre 1640 gebaut wurde, um das städtische Gericht und Gefängnis zu beheimaten. Geht man die Calle Sacramento entlang, sieht man die Casa de Cisneros (7), eine Rekonstruktion des Plateresque Palastes aus dem 16. Jahrhundert, die am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde. Wenn man zuruück zum Plaza geht, sieht man den im Mudejar Stil (Mischung aus arabisch und christlich) gehaltenen Palacio & Torre de Lujanes(8), Gebäude, die beide im 15. Jahrhundert gebaut wurden.

Die schmale Calle de Codo führt zum Plaza del Conde de Mirada, wo der Convento de las Carboneras(9) (Konvent von Carboneras) steht, der 1607 erbaut wurde und eine Reihe interessanter Gemälde beherbergt. Die angrenzenden Seitengassen bilden den Rahmen um die einst mittelalterliche Stadt, die mit Konventen und Palästen übersät war. Wenn man den Konvent verlässt, sollte man die Calle San Justo weiter herunter gehen. Dort steht die Basilica de San Miguel(10), ein barockes Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, das eine interessante geschwungene Fassade hat. Zur Rechten der Basilika liegt ein schmaler Durchgang, der Pasadizo del Panecillo heisst und von dem aus man die barocke Fassade des Palacio Arzobispal(11) (Palast des Erzbischofs) sehen kann. Nun sollte man der Calle del Doctor Letamendi bis zur Calle Segovia folgen, die Strasse überqueren und die Travesía del Nuncio sowie die Calle Nuncio bis zur Iglesia de San Pedro el Viejo(12) nehmen. Diese Kirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut und hat einen Mudejar Turm aus dem 14. Jahrhundert, der sich über das Minaret einer früheren Moschee erhebt. Die Calle Principe Anglona führt zum mittelalterlichen Plaza de la Paga, wo die Capilla del Obispo(13) (Bischofskapelle) zu finden ist, der einzige gothische Tempel in Madrid. Der Altar und die Türen sind künstlerisch wertvoll gestaltet. An der rechten Seite liegt der Plaza de Los Carros, auf dem die barocke Capilla de San Isidro(14) steht, sowie der Plaza de San Andrés, auf dem sich wiederum die barocke Baroque Iglesia de San Andrés(15) (Kirche des heiligen Andreas) befindet. Die Kapelle von Santo Isidro kann durch die Kirche erreicht werden. Vom Plaza del Humilladero aus kann man die Calle Cava Bajo nehmen, eine Strasse mit alten Läden und Restaurants, die das Flair des alten Madrids widerspiegeln. Nach einigen hundert Metern kommt man zum Plaza de Puerta Cerrada, von wo man auf die Calle de Cuchilleros abbiegen kann, die voll mit Tascas (Kneipen) and Mesones (Tavernen) ist. Dort befinden sich auch die Treppen, die zum Torbogen Arco de Cuchilleros(16) hinaufführen, der auf dem Rückweg zum Plaza Mayor liegt. Man kann aber auch weitergehen auf der Cava de San Miguel, dann der Calle Ciudad Rodrigo folgen und schliesslich wieder am Ausganspunkt, dem Plaza Mayor, ankommen.
Start Tour I: Plaza Mayor.
Metro: Sol.