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Santa Cruz und die Kathedrale


All das, was typisch ist für Andalusien, wie die Gegend von Santa Cruz (das alte jüdische Viertel), die Kathedrale, Giraldo, das Archivo de Indias (Archiv der lndischen Inseln) und der Alcázar, all das muss man gesehen haben in Sevilla. Diese Dinge erfreuen alle 5 Sinne und repräsentieren die Geschichte, das Empfinden und die Kultur der Andalusier. Der Stadtteil Santa Cruz mit seinen Blumen, wunderschönen Patios und unglaublich schmalen Strassen liegt im Zentrum der Stadt und wird von den Mauern von Alcázar beschützt. Neben dem jüdischen Viertel stehen die Kathedrale und weitere Gebäude.

Wenn man die Avenida de la Constitución entlang geht, sieht man als erstes die beeindruckende Fassade der Gemeindekirche von El Sagrario, die im 17. Jahrhundert von Zumárraga, Rojas und Vandelvira gebaut wurde. Im Inneren findet man einen Altar von Duque Cornejo und Pedro Roldán.

An der einen Seite dieses Gebäudes liegt die Hauptfassade der Kathedrale. Sie wurde auf dem Platz der hohen Moschee von Sevilla gebaut (die im 15. Jahrhundert abgerissen wurde) und war viele Jahrhunderte lang das grösste religiöse Monument im Christentum. Die Kathedrale besteht aus 5 Kirchenschiffen im gothischen Stil mit einem grossen Querschiff, einer grossen Hauptkapelle sowie einem grossartigen Altar. Die Kathedrale wurde von Alonso Martinez, Simón de Colonia und Juan Gil de Ontañón gebaut. Die Arbeiten wurden im Jahre 1506 mit dem Bau der königlichen Kapelle abgeschlossen, die später als Grabstätte von Fernando Ill el Santo und seinem Sohn, Alfonso X el Sabio, genutzt wurde. Die Schutzheilige der Stadt, Virgen de los Reyes, hängt über dem Altar. Die Kathedrale beheimatet auch die Kapelle der Virgen de la Antigua, ein Bauwerk mit wichtigen kolumbianischen Einflüssen und Grabstätte von Christopher Columbus. Diese Kapelle hat einen Chor mit spektakulären Kirchenstühlen und üppigen barocken Orgeln. Das Museum der Kathedrale stellt die Werke grosser Maler aus sowie Chorbücher, Ornamente und eine Sammlung von Arbeiten aus Gold. Die Kathedrale wird eingefasst von Resten der alten Moschee, dem Patio de Los Naranjos (Patio der Orangenbäume ) und der Giralda, dem berühmtesten Bauwerk der Stadt. Auf der Basis von römischen Steinen aus Itálica wurde sie mit Backsteinen weitergebaut von den Almohades, die ausserdem die Fassaden schmückten. Der Turm ist ein späteres christliches Bauwerk und wird mit einem spektakulären Glockenturm aus der Renaissance gekrönt. Man sollte unbedingt auf die Spitze klettern, um den spektakulären Ausblick über die Stadt von Giralda, dem bauwerk für die Ewigkeit, zu geniessen.

Wenn man die Kathedrale durch die Puerta de Palos verlässt, sieht man den Platz der Virgen de los Reyes und zu seiner Linken die Fassade des Palastes des Erzbischofs aus dem 18. Jahrhundert. Seine Farben (blutrot und okkergelb) sind typisch für die barocken Bauwerke Sevillas. Die alte Diputación (Stadthalle), ein Palast aus dem 17. Jahrhundert, thront über dem Plaza de Triunfo. Am anderen Ende des Platzes liegen die indischen Archive, die in der Zeit von Felipe II gebaut wurden.

Die Puerta del León (Löwentür) führt zum Alcázar, einer der ältesten königlichen Residenzen in Europa. An diesem Platz standen schon viele verschiedene Gebäude wie eine römische Akropolis, eine paleochristliche Basilika, verschiedene visigothische Gebäude, eine maurische Burg sowie die erste maurische Festung aus dem 9. Jahrhundert und der Mudéjar Palast von Pedro I, eine Mischung aus gothischen Elementen und Mudéjar Pflaster. Besonders interessant sind der Patio de la Montería (Jagd Patio), der Patio de las Doncellas (Jungfrauen Patio), der Patio de las Muñecas (Puppen Patio) und der imposante Salón de Embajadores (Halle der Botschafter) mit seiner riesigen goldenen Kuppen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Neben dem Mudéjar Palast steht der Palast von Carlos V, der an die Jardines del Alcázar (Alcázar Gärten) mit maurischen und romantischen Elementen sowie Einflüssen aus der Renaissance angrenzt.

Der Besucher verlässt den Alcázar und geht weiter in den Patio de Banderas (Patio der Flaggen), der einen spektakulären Ausblick auf die Kathedrale und Giralda bietet. Dann geht es weiter durch die stillen, friedlichen Strassen des Barrio de Santa Cruz, einem alten jüdischen Viertel. Von da aus führt die Vida Strasse zum Alley del Agua (Wasser), das an die Wände des Alcázar angrenzt. Eine Reihe berühmter, typischer Gebäude säumen die Strasse, die mit Eisengittern geschützt sind und deren offenen Patios üppig mit Blumen dekoriert sind. Die Strasse führt zum Plaza de Santa Cruz und zur Kreuzung von Cerrajería (Schlosser), welche die beiden Stadtteile mit den Murillo Gärten verbindet. Wenn man diesen Platz über die Santa Teresa Strasse verlässt, kommt man zum Konvent von San José, einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert.

Weiter auf den Strassen López de Rueda und Reinoso erreicht man schliesslich den Plaza de Los Venerables, dem Standort des Hospitals de los Venerables Sacerdotes, einem grossen barocken Gebäude aus dem Jahre 1675, das ursprünglich ein Asyl für Priester war. Es gibt dort Fresken, die von Valdés Leal und seinem Sohn gemalt wurden. Das Hospital de los Venerables wird heutzutage für Kunstaustellungen genutzt.

Die Gloria Strasse führt zum typischen Plaza de Doña Elvira und dann zum Plaza de Alianza, der von den Wänden von Alcázar eingefasst wird. Später verbindet die Gloria Strasse sich mit der Mateos Gagos Strasse, die voll von belebten Bars und Tavernen sind. Die Giralda Bar liegt beispielsweise in einem alten maurischen Badehaus und bietet ein exzellentes Tapasmenu an. Auf der anderen Strassenseite liegt die Gemeindekirche von Santa Cruz, (17. Jahrhundert), die die Werke von ausgezeichneten Künstlern beheimatet. Gegenüber beginnt die Guzmán el Bueno Strasse, die zu den Erkerfenstern des Pinelohauses führt, das die Academia de Bellas Artes (Akademie der feinen Künste) beheimatet. Das Gebäude hat zwei wunderschöne Patios und Räume mit gothischer, mudéjarischer und platerequer Dekoration. Weiter hinten trifft die Abades Strasse auf die Bomberg Strasse, wo römische Säulen stehen, überreste eines Tempels, der Mercury gewidmet war, und der der Strasse von Mármoles (Marmor) ihren Namen gegeben hat.