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Triana


Einige glauben dass der Name dieses Stadtteils von den Wörtern "tri" (drei) und "ana" (Flüsse) kommt, da sich drei Flüsse an dieser Stelle treffen. Andere behaupten, dass der Name von "Trajan" kommt, denn der Stadtteil wurde von Trajan, dem römischen Imperator, gegründet. Dort wurden auch der Stierkampf, die Folklore Gesänge sowie berühmte Persönlichkeiten wie Rodrigo de Triana, Gefährte des Colón bei der Entdeckung Amerikas, geboren. Triana war immer ein seetüchtiger Stadtteil und blieb das auch bis ins 20. Jahrhundert hinein. Reisende aus der römischen Zeit wurden von den Patios und Einheimischen (es lebten dort viele Zigeuner) bezaubert. 1852 wurde die Trianabrücke gebaut und wurde das Emblem und der Stolz des Stadtteils.

Auf der anderen Seite der San Telmo Brücke kommt man in der Betisstrasse an, die einen wundervollen Hintergrund für die alten Arrabal mit ihrer Fassaden in lebendigen Farben bietet. Die Mauern und Brüstungen des 19. Jahrhunderts sowie eine Reihe von Bars und Tavernen machen Betis ein lebendiges Viertel. Über die Duarte Strasse nahe von Casa de las Columnas (Haus der Säulen) kommt man an die Gemeindekirche von Santa Ana, einem gothischen Gotteshaus, das bis ins 19. Jahrhundert die Kathedrale von Arrabal war. Der Bau dieser Kirche wurde von Alfonso X el Sabio (Alfonso X dem Weisen) begonnen und im 14. Jahrhundert fertiggestellt. Das Innere der Kirche ist eine Mischung aus Glanz und Nüchternheit, ungewöhnlich für Sevilla. Der Hauptaltar sowie die Arbeiten aus der Renaissance und dem Barock verdienen besondere Aufmerksamkeit. Ausserdem gibt es dort auch eine wunderschöne Kollektion von Silberarbeiten aus dem 18. Jahrhundert, die während der wichtigsten Feier der Gegend, der "Fiesta Corpus Chico" (kleiner Corpus), zum Einsatz kommen. Weiter entlang auf der Pureza Strasse, die den Charme des alten Triana bewahrt, kommt man schliesslich an der Kapelle der Marineros (Segler) an, wo man das Bild der Jungfrau Esperanza de Triana, das eines der geschätztesten Bilder in Sevilla ist, bewundern kann.

Die Pureza Strasse führt ins Altozano, einem Gebiet, das im 19. Jahrhundert nach dem Abriss der San Jorge Burg entstand. Die Überreste des Heiligen werden in der benachbarten kleinen Kapelle von Carmen aufbewahrt. Altozano ist der Beginn der San Jacinto Strasse, die voll mit Menschen und Läden ist und als die Hauptdurchfahrtsstrasse des Stadtteils dient. Die Alfarería Strasse beheimatet eine grosse Anzahl von Geschäften und Töpferwerkstätten, in denen die traditionellen Triana Keramiken hergestellt werden. Von hier aus kann man weiter gehen bis an den Anfang der Castilla Strasse, der berüchtigten Allee der Inquisition, die heute mit Häusern und Patios voll mit Blumen ist. Die Gemeindekirche von O, ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, zu dem ein Turm im Trianastil gehört, thront über allem. Ebenfalls auf dieser Strasse liegt die Kapelle von Cristo de la Expiración, die das Meisterwerk Cristo del Cachorro von Francisco Ruiz Gijón ausstellt. Diese Skulptur wurde von den Qualen eines sterbenden Zigeuners namens 'Cachorro' inspiriert, der der Figur ihren Namen gab. Hinter der Kapelle und neben dem Welthandelszentrum befindet sich der Eingang zu den Gebäuden von Cartuja de Santa María de las Cuevas (Kartause der Santa María de las Cuevas). Wir empfehlen, den C-1 Bus an der Haltestelle gegenüber der Puerta Triana zu nehmen, um das komplette Ufer inklusive der Brücken der Expo´92 bewundern zu können.